Zur Zeit wird eine neue Ausgabe des LC bearbeitet. Ich habe Schreiner und Imker. Als Schreiner habe ich die Bochs genommen. Sie sind Freunde von mir.
Dann habe ich einen Imker besucht und seinen Bienstock besichtigt. 
Sum, sum, sum, Bienchen summ herum.
Die kleine Biene Maya wollte niemals mehr in „die dunkle Bienenstadt“ zurück. Wie es hier in einem Honigbienenstock aussieht, hat mir ein Hobbyimker berichtet.
Wo wohnen die Bienen?
Ich trete in einen Holzhütte, in der übereinander gestapelte Kästen stehen, die Magazine. Die Wabenrähmchen
hängen senkrecht darin. Sie lassen sich leicht herausnehmen, und ich sehe einige Bienen über die sechseckigen Waben kriechen. Weder der Imker noch ich haben Kopf und Hände bedeckt. Die Bienen sind friedlich. Über Dach und Wände der Hütte ist ein engen Maschendraht gespannt.
Bienenstock jpg Bienenstock mit Markierungen
Vor der Hütte sehe ich über den Einfluglöchern bunte Markierungen: rote Balken, gelbe Kreise, blaue Kreuze. Diese sollen es den Bienen erleichtern, wieder in ihren eigenen Stock zu finden, wenn sie mit der Beute von ihrem Flug zurück kommen.
Wie wohnen die Bienen?
Die Bienen leben in einem „geordneten Staat“. Ganz oben sitzt die Königin. Sie garantiert den Fortbestand ihres Volks. Sie ist größer als die Arbeitsbienen und für die Reproduktion zuständig. Die Brutwabe liegt im mittleren Teil. Um diesen herum füllen die kleineren Arbeitsbienen die Vorratszellen mit Honig. Damit werden die Maden gefüttert. Auch die Drohnen, die männlichen Bienen, werden von den Arbeitsbienen bedient. Als unnötige Esser aber im Herbst aus dem Stock geworfen. Damit die Herbstbienen überwintern können, rücken sie eng zusammen. Sie bilden auf den Waben eine Wintertraube, die in ständiger Bewegung ist. Die außen hängenden Bienen wechseln sich mit denen aus der Mitte ab. Die Königin verbringt den Winter in der Mitte der Traube, wo es am wärmsten ist.
Wie orientieren sich die Bienen?
Die Bienen orientieren sich an Farben, ultraviolettem Licht und Landmarken. Sie fliegen ein bis zwei Kilometer weit zu dem Futterplatz, einem blühenden Baum oder einer Hecke. Mit einem Tanz vor dem Bienenstock beschreibt die Kundschafterbiene, wo sich dieser befindet. Die Bienen prägen sich den Weg dorthin ein. Sie haben ein „Gedächtnis“ sagt der Imker. Die vielen Rapsfelder, die mit ihrem leuchtenden Gelb die Bienen anziehen, schätzt der Imker nicht. Für die Gesundheit der Bienen ist es besser, wenn sie den Nektar aus unterschiedlichen Blüten sammeln.
Landschaft jpg Landschaft vor dem Bienenstock
Der Imker ist kein Freund der Agrotechnik. In den Getreidefeldern ist das Rot des Mohn und das Blau der Kornblume nur noch selten zu sehen, leider. Denn das Saatgut muss von großen Firmen wie Monsanto bezogen werden. Der Bauer darf nicht sein eigenes benutzen. Die Artenvielfalt der Pflanzenwelt wird mit den künstlich entfernten Wildkräutern eingeschränkt.
Die Königin
Die Entwicklung vom Ei über die Made in eine junge Königin dauert sechzehn Tage. Die Made wird mit Gelee Royale gefüttert. Sie lebt in einer größeren Wabe. Nach fünft Tagen verpuppt sie sich. Die Puppe ragt senkrecht aus der Wabe in den Stock. Mit ihrer Größe würde sie diese sprengen. Nach weiteren acht Tagen schlüpft die Jung-Königin. Bei ihrem ersten Ausflug wird sie von Drohnen begleitet. Auf ihrem Hochzeitsflug, lässt sie sich von mehreren Drohnen, auch solchen, die nicht aus dem eigenen Stock stammen, begatten. „Diese Gen-Vielfalt ist erwünscht“, sagt der Imker, „sie dient der Gesundheit der Bienen“. Die Drohnen sterben nach dem Akt und „fallen dann vom Himmel“, wie mir der Imker erklärt. Die Königin kann zwei bis fünf Jahre alt werden. Der Imker wechselt sie im allgemeinen nach zwei Jahren aus. Im Sommer legt sie mehr als tausend Eier täglich. Wenn das Bienenvolk zu groß geworden ist, besteht die Gefahr, dass die Königin mit einem Teil der Bienen den Stock verlassen will. Das muss der Imker beobachten und frühzeitig für eine neue Unterkunft sorgen
Die Drohnen und die Arbeitsbienen
Aus Maden für Arbeitsbienen kann durch eine spezielle Fütterung eine Königin entstehen. Aus den unbefruchteten Eiern dieser Königin entstehen Drohnen, die männlichen Bienen. Sie sind größer und dicker als die Arbeitsbienen, aber kleiner als die Königin. Sie haben keinen Stachel und arbeiten nicht. Sie lassen sich von den Arbeitsbienen füttern. Nach der Begattung sterben sie, wie bereits erwähnt. Die Arbeitsbienen brauchen einundzwanzig Tage für die Entwicklung aus dem Ei. Sie pflegen den Stock, füttern die Brut, bewachen den Eingang und wehren Eindringlinge ab.
Das Pollen- und Nektarsammeln ist ihre Hauptaufgabe. Die Honigproduktion ist dabei vorrangig. Viel wichtiger noch ist die Bestäubungsleistung. Dass die Artenvielfalt erhalten bleibt, ist einen kulturelle Leistung der Honigbiene. „Im Sommer leben sie nur einen Monat lang“ erklärt mir der Imker. Nur die Bienen, die im Herbst schlüpfen, können überwintern.
Natürliche Feinde der Biene
Mit einem starken Feind der Bienen hatte die kleine Biene Maya zu tun: der Hornisse. Sie konnte mit einer List ihr Volk warnen und so größeren Schaden abwenden. Andere Feinde sind Vögel, Ameisen, Spinnen. Diese sind mit ihren klebrigen Netzen vor allem für allein fliegende Bienen gefährlich. Auch das hat die kleine Maya erfahren müssen. Der Hobbyimker fürchtet aber die Varroa-Milbe, die. aus Ostasien eingeschleppt wurde. Sie befällt die Larven, aus denen dann missgebildete Bienen wachsen. Im Imkerbetrieb wird die Milbe mit Ameisensäure bekämpft. Tote Milben und Kot werden auf einer sogenannten Windel gesammelt. Diese wird als Gesundheitskontrolle gewechselt.
Der Hobbyimker
Ich frage: „Was fasziniert sie an dieser Arbeit? Wie sind sie dazu gekommen? Haben sie sich schon als Jugendlicher mit Bienen befasst? “ Ich habe aus der Art und Weise, wie er mich durch seine Anlage geführt hat, gemerkt, dass er sie mit einer gewissen Begeisterung macht. Nein, als Jugendlicher war für ihn Biene gleich unangenehmer Bienenstich. Erst viel später hat er durch Freunde die Bienenzucht kennen gelernt und sie hat sein Interesse geweckt. Außerdem sind in seinem Bienenstock wie auch allgemein in Deutschland die Bienen Carnica, lateinisch: apis mellifera carnica. Das ist eine sanftmütige Rasse. Darum konnten wir uns ohne Handschuhe und Kopfbedeckung in dem Stock aufhalten.
Bienenstöcke der Jungimker jpg Bienenstöcke der Jungimker
Der Imker ist auch Mitglied im örtlichen Imkerverein, und er beteiligt sich an der Einführung und Ausbildung der Jungimker, sowie der allgemeinen Fortbildung. Die Hobbyimker erhalten ein Zertifikat Freizeit –Imker, wenn sie bestimmte Seminare besucht haben.
Fazit
Das Jugendbuch „Die Biene Maya und ihre Abenteuer“ ist vor knapp hundert Jahren erschienen. Dennoch ist es auch für Erwachsene heute noch interessant zu lesen. Die Gefahren, denen die kleine Biene begegnet ist, sind real.
Der Honig, den die „fleißigen“ Bienen sammeln, schmeckt mir ausgezeichnet zum Butterbrot. „Er ist nur echt in dem zertifizierten Glas der Imkerinnung“ gibt mir der Imker mit auf den Weg. „Aber so fleißig wie das Sprichwort sagt, sind die Bienen doch nicht“ meint er zum Schluss. Warum, wolle er einmal später erklären.
Bienenzucht
alle Fotos selbst aufgenommen
Die Arbeit ist nicht so einfach. Man muss tausend Sachen beachten. ´
In Ulm haben wir die alte Hompage „Frauengeschichte“ kritisch betrachtet und eine Überarbeitung beschlossen. Das bedeutet viel Arbeit. . Das nächste Treffen ist am 11. august. Ich muss mich dranhalten.